Samstag, 11. November 2017

Blog: Job oder Hobby?

The life... in front of my eyes


... oder auch: warum ich keine farbechten Unterarm-Swatches vorweisen kann.

Schon seit ich den Blog nicht mehr ganz frisch hatte und richtig ins B(eauty)-B(logging)-B(usiness) eingestiegen war, habe ich immer und immer wieder hin und her überlegt: soll ich mehr machen?
Lampen kaufen?
Professioneller werden?
Oder: ICH bleiben!?



Mein Unwillen, mich an die Gepflogenheiten des BBB (teure Kamera, professionelle Beleuchtung, semi-professionelles Fotostudio, tolles Blogdesign, Websiten-Optimierung usw.) anzupassen rührt auch daher, daß ich nie vorhatte, einen Beauty-Blog zu gründen. Das sieht man schon am Namen, der ganz absichtlich so gewählt wurde: das hier ist mein Blog, mein Leben und was ich darin so erfahre. Es ist mein Tagebuch, in dem ich mir - und manchmal auch anderen - Geschichten von mir erzähle... ich wollte niemals eine Bedienstete für Produktinformation werden. Ich bin viel eher fasziniert vom Blick hinter die Kulissen, auch wenn ich manchmal gern den perfekten Auftritt auf der Bühne hinlege.
Damit schlage ich mich schon immer rum: was ich bin und was ich davon nach außen zeige.




Ich bin ein schlechter Beauty-Blogger



Eins ist sicher; das hier ist #NoBeautyblog an sich... denn um ihn dazu zu machen, müßte ich so viel mehr tun.
"In einer Community, in der die "Insta-Braue" und Highlight, als hätte man sich in Butter gewälzt, auf der Beliebtheitsskala oben rangieren, wirkt der zarte Ballerinalook vielleicht nicht so anziehend. Perfekter, krasser, teurer; wer interessiert sich da schon für ein Alltagsmakeup mit günstigen, einfach zu beziehenden Produkten?"

Ich liebe es, ab und an was auszuprobieren, aber diese Art von Makeup ist für mich keine Verschönerung, sondern eine Verkleidung: und die gebe ich mir höchstens mal zu Halloween oder bei #nachgeschminkt, aber doch nicht in echt... also, der Beautyblogger-Look aus Instagram-Braue + Smokey Eyes und milimeterdicker Spachtelmasse auf dem Gesicht ist doch nicht ernstzunehmen; oder? OD-ER? Ich für meinen Teil möchte dieses Schönheitsideal nicht hier breittreten, einfach um dem Leser kein falsches Bild zu vermitteln. Niemand muss so aussehen; und alltagstauglich ist so ein full face-Look auch nicht. Ich weiß es, denn ich zementiere mir ab und zu mal stundenlang (keine Übertreibung!) Make-Up auf die Visage, um das dann für eine Blogparade etc. zu fotografieren... denn auf Fotos, ja, da sieht das gut aus!


Der Aufwand lohnt echt nicht...*.+



Der Ausweg aus der Bredouille wäre, in eine bessere Austattung zu investieren; allerdings mußte ich leidvoll erfahren, daß 'echte' Makeups und besonders zarte Farben und subtile Effekte sich wahrscheinlich nur in einem Profi-Studio wirklich ablichten ließen, und auch dann nur mit Hilfe von mehreren Beleuchtern, Alufolienhaltern und sündhaft teurer Technik.. 
die ich nicht habe. Deswegen gibt es auch keine farbechten Unterarm-Swatches hier auf dem Blog zu sehen, denn ich mache das ja nicht professionell. Vielleicht können Berufsblogger das leisten..

oder aber es fehlt mir nicht nur an Geld, sondern schlicht an Know-How. Kann gut sein!!
"Wenn der Smokey-Deep-Contour-Blinglight-Look dann steht und fotografiert ist, folgt der nächste Schritt: Suchmaschinenoptimierung. Ich habe keine Ahnung, wie das perfekt funktioniert, wie viel kümmerst du dich darum? Hier die richtigen Hashtags, da die richtige Blogspoteinstellung, mit Glück eine Erwähnung durch einen größeren Blogger."

Ich empfinde vieles am rein technischen Drumherum nervig, d.h. was ich alles so noch nach dem Schreiben machen muss: ich hasse es, das Layout zu machen (bißchen), den Text zu formatieren (mittelmäßig), die Verlinkungen zu setzen (ziemlich!) und dann noch die ellenlangen, korrekten Produktbezeichnungen rauszusuchen und hinzuschreiben (uuuunendlicher Hass!!) 😃 Deswegen fiele es mir nie im Traum ein, DANN noch die richtigen (welche?) Schlagworte zu vergeben und DANN noch was fürs SEO zu machen, geschweige mich bei irgendwelchen großen Bloggern einzuschleimen, die bisher nicht mal was von meiner Existenz ahnten...nää! Da liege ich schon im Bett und schlafe den Schlaf des Gerechten *.*




Bloggen ist nämlich so gesehen ein Vollzeit-Job im Sinne von: es gibt niemanden außer dir, der dir irgendwas abnehmen könnte. Und bis hier mal irgendwas fertig ist, gehen gefühlt Jahre ins Land. Ich habe keinen Assistenten, auf den ich Aufgaben abwälzen könnte (leider). Oder einen Mitarbeiter, der bestimmte Sachen besser kann als ich, weil das sein Spezialgebiet ist wie z.B. den ganzen Internet-Suchmaschinen-PR-Sch****. 
Alles, was hier digital zu sehen ist, wurde ja analog erstellt: von meinen analogen Nackenmuskeln. Und die entscheiden sich am Ende eines langen, langen Blogposts meist für die Option mit dem entkräftet zurücksinken, nicht für die mit dem tatkräftigen Werbetrommel-Rühren..

"Makeup, Bild, Suchmaschinenoptimierung, dann der Text: Mehr als ein paar Zeilen zu lesen? Macht heute scheinbar so gut wie kein Mensch mehr. Ich denke, es sind auch viele junge Mädels, die auf Instagram Accounts groß machen. Viele von denen haben sicher keine Lust auf viel Text. Aber ist das wirklich deine angestrebte Zielgruppe?" 

Ich habe keine Ahnung. Denn entgegengesetzt zu dem, was anscheinend fast alle tun, mache ich mir keine Gedanken über meine 'Zielgruppe'. Was soll das auch sein? Menschen sind Menschen und jeder Besucher hier steht für sich, als Person, nicht als Gruppe, die pauschal abgefrühstückt werden kann. Und ich bin kein Soziologe, der Statistiken erstellt und Daten erfasst - und selbst WENN ich meinen google analytics Account für den Blog VER-STEHEN würde, der mir all diese Infos liefern könnte (tu ich aber nicht... ums VER-RECKEN nicht!), wäre es mir.... egal.




Das hier überhaupt so viel für andere herausspringt ist, wenn ich mal ganz ehrlich bin, eigentlich nur eine Randerscheinung. Ein Nebenprodukt. Denn das Schreiben mache ich für mich. Und das Gestalten. Und die Themenauswahl treffe ich auch nach vollkommen eigennützigen Gesichtspunkten.
Ich ersinne gern Projekte und sprudele über vor Ideen, die ich gern in einer bestimmten Art umsetzen will.
Mein Blog und seine Einträge sind noch am ehesten als mein Bastel-und Schreibprojekt zu verstehen; und das ist für mich total aufgegangen. Ich konnte mich wirklich gut darin üben, mehr zu schreiben. Über alles mögliche zu schreiben. Etwas unter Termindruck fertig zu schreiben. Und auch mal Texte einfach zu Ende zu bringen.... und nicht an meinem eigenen Perfektionismus zu scheitern, da es hier ja niemand anderen außer mir gibt, der meine Leistung und mein fertiges Machwerk am Ende bewerten und zensieren könnte.


Ich habe schon immer geschrieben; seit ich 7 Jahre alt bin, eigentlich... aber nie öffentlich und für andere sichtbar. Hier aber habe ich über die Jahre mehr als 1000 Blogposts nicht nur angedacht und angefangen, sondern auch zu Ende geschrieben... und das hätte ich nirgendwo so leicht und frei gekonnt wie hier auf meinem eigenen, kleinen Blog.




Macher, kein Manager


"Zuletzt das Verbreiten des Blogpostes/Instabildes: Teilen auf Twitter, Facebook, Instastories und weiß der Teufel, wo noch. Dann die generelle Steigerung der Bekanntheit: Bei anderen kommentieren, sich in Blogparaden engagieren, twittern....Zusammenfassend: Ich glaube, guter Content reicht einfach nicht (mehr?), sondern eine clevere und disziplinierte PR-Strategie muss man durchziehen können."

Ich habe weder einen Blog-Account bei facebook (gelöscht, weil es mich genervt hat, den zu betreuen, wenn mir doch der Blog schon echt alle Haare zu Berge stehen läßt) noch Twitter, kein google+ und Snapchat. Auf YouTube habe nicht mal einen ordentlichen Header eingerichtet. Man müßte meinen, soviel wie ich an Photoshop rumbastele, müßte ich mehr Wert auf Äußerlichkeiten legen, aber ich denke immer: "Mann, Qualität macht sich am Inhalt bemerkbar! Bleibt so, ich schreib lieber schon mal was Neues.." Und für Instagram fehlt mir dieser weiße Fake-Fur-Teppich (hab nur einen stark angegilbten, den kann ich also höchstens nutzen, wenn ich eine pipigelbe Unterlage bräuchte.. aber wann brauch ich die schon mal?). 
Ich habe also nichts, mit dem ich, in Social Media-Maßstäben, angemessen Werbung machen könnte.  Will ich aber auch nicht. Kann ich nicht. Mag ich nicht.

Ich bin der Macher, nicht der Manager; ich erschaffe das Ganze, aber ich will es nicht vermarkten. Das ist einfach nicht mein Steckenpferd. Und ich bin wohl zu sehr Künstler, als daß ich mein Machwerk verbiegen lassen wollte, um es kommerziell erfolgreich zu machen.




Außerdem stellt sich die Frage: würde es mir heute überhaupt noch was bringen, mich so aufzureiben?? Früher, so 2012/13 hätte man mit dem ganzen Aufwand ja noch was reißen können, aber heute?
"Grundsätzlich stellt sich wirklich die Frage, wie überholt Blogs im Jahr 2017 sind. Es sind ja wirklich selbst die ganz großen, die Einbrüche zu verzeichnen haben. Schau dir mal die Kommentarspalten heute und vor zwei Jahren an..." -- Sartrellit

Ich habe und werde mit meinem Blog hier keinen Blumentopf mehr gewinnen. Das Gute daran ist aber: wenn meine Machenschaften bisher auch keine Riesenbegeisterung ausgelöst haben, so gab es doch aber auch keine Riesenablehnung. Ich kann also, so wie bisher, immer einfach mit allem weitermachen, was mir so einfällt und mir gefällt, und das unter dem Radar der großen Öffentlichkeit, sozusagen. Was wagen.. Auf meine Art. So wie immer :)





Nochmal von Anfang an


"Wenn es keinen Spaß mehr macht, sind eine Pause oder ein reduziertes Pensum bestimmt nicht schlecht. Vielleicht mal neu orientieren, vielleicht mal Themenwechsel..? Du schreibst offensichtlich viel und gerne und gerne viel und gut. Vielleicht auch einfach mal was ganz anderes, denn Du schreibst einfach unterhaltsam. Selbiges gilt für Deine Fotografie - ich bin ein großer Fan Deiner "Cozy Sunday" Beiträge. Ich finde, Du hast ein super Talent dafür, so besondere Lichtverhältnisse einzufangen. Ich würde Deinem Instagram Account auch als reinem (Landschafts)Fotografie Account folgen." -- Sandra

Als ich hier auf dem Blog die ersten Worte veröffentlichte, war es Winter, in dem mein Freund und ich mehrere Wochen am Stück krankgeschrieben im Bett lagen (er) oder saßen (ich), eingemummelt in warme Decken (beide) und mit dem Laptop auf den Knien (nur ich). Ich habe diese Wochen des erzwungenen Herumlümmelns sehr genossen, weil ich in diesem gefühlten Vakuum auch absolute Ruhe hatte, um mich mit dem Experiment Blog zu beschäftigen.. Niemand hat den Blog damals gelesen und ich mußte mit niemandem wetteifern; weder mit konkurrierenden Bloggern noch mit meinem Drang, es nach den Maßstäben anderer gut zu machen. Für mich ist der Blog untrennbar mit dem süßen Klang von absoluter Stille, von Ruhe, von ganz ins Basteln versunkener Selbstvergessenheit verbunden. Mit einer stressfreien Atmosphäre, kurz gesagt.


The life.. in my sweet home war die erste Rubrik, die mir fest für den Blog eingefallen ist und die ich immer beibehalten habe: sie zeigt am besten, worum es mir eigentlich hauptsächlich ging.. den sehr intimen Blick nach innen. Geschafft habe ich über die Jahre aber eigentlich nur, mich immer wieder um diese Tür herumzudrücken, denn... von außen zu sprechen ist leichter, als den Weg nach innen zu eröffnen.

Ich bin für den Beauty-Part in meinem Blog überhaupt nicht undankbar, ganz im Gegenteil: ohne ihn wäre ich heute wahrscheinlich häßlicher (geschminkt), sonnenverbrannter und um einige schöne Erfahrungen ärmer.. vom technischen Wissen hinter den Kulissen mal ganz abgesehen (ich mache meinem Freund manchmal Angst, wenn ich sowas sage wie "nimm doch diese Tasten-Kombination!").
Ich bin so ein richtiges Mädchen-Mädchen und zelebriere das Hübsch-machen gern ganz genüsslich und in Gesellschaft, denn erst dann macht es (mir) so richtig Spaß!


Nur mach ich das halt nicht nur.. und schon gar nicht professionell, sondern hauptsächlich für mich.
Alles bleibt also, wie es ist - allerdings denke ich heute, daß es so ist, weil ich es mir genauso und nicht anders ausgesucht habe... Ich würde meinen Blog nicht anders wollen. Es ist #Myblog → #noBeautyBlog


♢♦♢


Ich hab den Kopf voller Ideen. Immer. Ich hab mich nur nie getraut, sie alle umzusetzen.
In Zukunft sollte ich es einfach tun; meine Leidenschaften zeigen und hier einbinden. "Unpopulärer" als ich jetzt schon bin, kann ich dadurch auch nicht mehr werden 😉. Aber vielleicht werde ich dadurch etwas zufriedener mit dem, was ich tue und womit ich meine Lebens-Zeit verbringe.




Im Moment würde ich total gerne ein Herbst-Video machen, mit dem See und Nebel und allem. Und Musik.
Und ich hab noch zwei, drei Artikel zu blogbezogenen, aber doch eher übergeordneten Themen wie Werbung und Trolls usw. halbfertig auf Halde. 
Und ich würde einfach wahnsinnig gern Instalive-Schminkvideos machen können *mimimiiii*!!!

Aber heute gehen wir erstmal Päckchen packen für Kinder zu Weihnachten :)


This is my life
in front of your eyes






Und wer es doch besser machen will als ich: ↓

Kommentare:


  1. Uhhuhuuuu :D Ich bin der erste, der kommentiert:)
    Ich finde auch... es ist dein Blog. Und der Blog bist du. Und du bist wundervoll; so wie du bist, liebe ich dich. Dein Blog, also du, solltest dich nicht verändern. Bloggen sollte ein Weg sein, sich auszudrücken. Und nicht sich für mehr Applaus einer, teils fragwürdigen, Leserschaft (ich meine nicht die treuen Leser und die anonymen Schlupflider!) zu verbiegen. Dein Blog ist Klasse :D Du bist der frische und besondere Blogger! Guter Beitrag!

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    1. Du bist so lieb Schatz, danke.. auch dafür, daß du neben mir auf dem Bett liegend diesen Kommentar 'heimlich' verfasst hast!! ;-)

      Ich werde versuchen, an deine Worte "Bloggen sollte ein Weg sein, sich auszudrücken. Und nicht sich... zu verbiegen" zu denken!

      LOVE U, TOO

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  2. Dein Blog sollte in erster Linie dir gefallen. Gerade weil du so unterhaltsam schreibst und dich nicht verbiegt und man bei jedem Beitrag merkt, dass er mit Liebe und Herzblut geschrieben ist und dich wirklich interessiert, was du machst, lese ich hier so gerne.
    Deine Gedanken sind für mich sehr nachvollziehbar dargestellt. Leider weiß ich nicht, was ich dazu sagen soll und wäre an deiner stelle vermutlich auch sehr unzufrieden.
    LG Isabell

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    1. Und immer, wenn ich mal wieder zweifele, sollte ich mir einen Ausdruck all eurer mutmachenden Kommentare durchlese und mich daran erinnern!!
      Danke für deinen steten Zuspruch, du weißt gar nicht, wie oft ich ohne ihn wahrscheinlich schon das Handtuch geworfen hätte ♥.♥

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    2. Omg wie lieb *.*
      Danke

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    3. Äh, nein, ich finde es echt lieb von dir, dass du immer wieder vorbeischaust und mir so treu zur Seite stehst!!!! Erinnerst du dich noch, wie ich im Frühjahr eigentlich schon aufgeben wollte und wir beide haben uns dann - eigentlich alleine - auf meinem Zweitblog verlustiert haben? Wenn das nicht passiert wäre, also niemand mit mir gesprochen hätte, so wie du es getan hast in dem Moment, würde ich heute nicht mehr bloggen, da bin ich mir ziemlich sicher. Ich muss also noch mal ergänzen YouTube hat mein Blog aktuell gerettet; aber du auch :)

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  3. Ooooh mein Gott, ich wurde zitiert. QOIEWOISASJ *errötet im Boden versink* o///o

    Hihihi, ich wurde schon als "Freak" bezeichnet, weil ich in Photoshop sämtliche Tastenkürzel rauf und runter auswendig kenne. *lach* "Angst" bekam mein bester Freund, nachdem ich verkündete, dass ich meine Heizung selber wieder aufgefüllt habe nachdem sie drei Jahre nach dem Einzug zu wenig Druck hatte. Ich habe eindeutig mehr Werkzeug als er. 8D

    Aber ja, die Arbeit die hinter einem "professionellen" Blog steckt ... Das ist mir noch sehr vertraut aus der Zeit in der ich meinen Schmuck auf DaWanda verkauft habe. Eigentlich wollte ich ja nur die Unkosten wieder reinkriegen, habe mich da aber letzten Endes total ver- und überschätzt. Denn auf einmal brauchte ich eine Gewerbeanmeldung, musste über Verpackungs-, Batterieordnung und Rückgaberecht Bescheid wissen, lernen wie man gescheite Produktfotos schießt (zumindest das ist mir aber immer noch nützlich, und die Tageslichtlampen aus der Zeit habe ich nach wie vor in Benutzung), Rechnungen schreiben, Quittungen etc. fürs Finanzamt aufbewahren, und nicht zuletzt den Kram auch selber verpacken und zur Post bringen. Wehe mir kommt noch mal einer mit "warum ist denn das so teuer, das kann ich doch auch ganz easy selber machen" ... Letzten Endes hat es mir die ganze Inspiration ausgesaugt, und ich habe – bis auf gelegentliche Schmuckreparaturen für meine Familie – den ganzen Kram seit Jahren nicht mehr angerührt. Es wird irgendwann mal wieder kommen, aber es kann halt 20 Jahre dauern, so wie mit meiner Malerei. *lach*

    Worauf ich hinaus will: Wenn man merkt, dass etwas das einem eigentlich immer Spaß gemacht hat auf einmal zur Anstrengung wird, dann ist es keine schlechte Idee mal auf Abstand zu gehen, und sich Gedanken darüber zu machen was da gerade schief läuft. Das Du jetzt sagst, Du machst diesen Blog für DICH, finde ich genau richtig.

    Und da ich eh etwas abseits der "Zielgruppe" bin (halt eben nicht Blond, nicht Wassernymphe, meine Haare sind eher wie die von Gollum, und trocken bin ich, aber definitiv nicht meine Haut ;D) sind mir die nicht-Schminki-Themen eigentlich fast sogar lieber. Ich lese auch gerne die Schminki-Artikel, nur sind die halt oft einfach nicht relevant für mich.

    Hm, Geschenke verpacken für Kids in der Verwandschaft, oder ist das so ein für-einen-guten-Zweck Ding? Gabs hier letztes Jahr, da gab es in einem Einkaufszentrum einen riesigen Weihnachtsbaum geschmückt mit Zetteln mit Weihnachtswünschen von Kindern aus armen Familien. Dieses Jahr scheint es das leider nicht zu geben. :(

    Total unverdächtige Frage: (Ver)trägst Du unechten Schmuck? :D

    LG, Sandra

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    1. Bitte keine übermäßige Ehrfurcht vorm Zitiert-werden, ohne euch wäre der Blogpost so ja gar nicht zustande gekommen, das ist also eine Gemeinschafts-Leistung :)

      "Letzten Endes hat mir [die Arbeit] die ganze Inspiration ausgesaugt" → das ist, was kreative Tätigkeiten angeht, glaube ich immer sehr schnell möglich, wenn sie Input und Output nicht mehr die Waage halten. Gerade für kreative Prozesse muss man ja Ruhe haben und ein Mindestmaß an Freiheit, keinen Druck und Stress. Man muss Zeit haben, wo man nichts tut, damit einem etwas einfällt-- ich will nicht, daß mir die ganze Inspiration ausgesaugt wird, deswegen habe ich auch immer Angst davor..
      und wähle lieber einen Schnitt. Und wenn es nur für mich innerlich, gedacht, so ist. Es ist wichtig, mit welcher Motivation ich etwas tu.

      Das jemand wie du oder sartrellit abseits der "Zielgruppe" immer dabei bleibt, ist für mich eigentlich das schönste Lob: mit Ballerina-Looks könnt ihr euch wahrscheinlich am wenigsten identifizieren, lest aber trotzdem mit: das ist wirklich schön #irgendwasrichtiggemacht :-D

      Das war so ein für-einen-guten-Zweck Ding, aber es war komplett überfüllt und wir sind nicht mal rangekommen. Tja ja, das ist halt die große Stadt, da müßen wir uns fürs nächste Mal was anderes, was Passenderes überlegen oder indivuell tätig werden ;-)

      Total ahnungslose Antwort: ja, tu ich! *hoi*

      LG!!


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  4. Hallo :-)

    Wir sitzen da ja ziemlich im gleichen Boot. Hatte ich ja bei IG schon geschrieben.
    Ich hatte vor kurzem eine längere Pause, weil ich einfach keine Lust mehr hatte. Man gibt sich Mühe, zeigt nicht nur dahingeschmierte Swatches, aber es bringt im Endeffekt gar nichts.
    Ich denke, die Zeit des Blogwachtums sind wahrscheinlich einfach vorbei.

    Ich kann nur sagen, dass ich deine Beiträge sehr gerne lese. Wenn auch nicht regelmäßig. Meist klicke ich mich alle 1-1,5 Wochen durch meine Liste und lese.
    Deine Beiträge lese ich komplett durch, weil ich deine Art zu schreiben sehr mag. Kommentieren... joah... ist wie im echten Leben nicht so meine Stärke, haha.

    Instagram ist ja auch wieder so eine Sache. Sind die Bilder nicht alle perfekt aufeinander abgestimmt, mit viel weiß und rosegold, ist es nicht interessant scheinbar.
    Mich schrieb mal eine an, dass mein Account aussieht wie von einem Teenie, warum ich nicht 'meinem Alter entsprechend' gestalte. Erst dachte ich 'What??' Nach kurzem geschockt sein, dachte ich nur 'Mein Account, meine Sache'. Dann hab ich halt nicht viele Follower, aber die Bilder sind dann eben ICH. Diese Person bot mir auch netterweise noch Hilfe an, haha. Sachen gibts.

    Liebe Grüße
    Faye

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    1. Ich denke auch, die Zeit des Blogwachtums ist wahrscheinlich vorbei... auf einer Blogmesse soll jemand gesagt haben, Blogs seien retro, das sagt doch schon alles! Dabei war das mal DER heiße und ganz neue Sch***!

      "Deine Beiträge lese ich komplett durch, weil ich deine Art zu schreiben sehr mag" → das freut mich soooo sehr, das schönste Kompliment für den Schreiberling per se!! #dochwasrichtiggemacht

      Und ja, Instagram ist teilweise strange: es gibt das Profile, die komplett einen rosé Filter drüber haben und nur aus Selfies bestehen, der Text darunter aber von ganz anderen Dingen handelt, es also zwischen Bild/Text keine Bezug gibt! *0* Muss ich nicht kapieren, oder??

      Ich mag deine AMU-Collagen übrigens sehr gern, die sind eine super Inspiration, wie man sich am nächsten Tag selbst schminken könnte: danke dafür!!

      Lieben Gruß

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  5. Liebe Sunnivah,
    bleib wie Du bist und blogge was Du magst. Ich bin eine eigentlich stille Leserin, die jeden Beitrag von Dir liest und dabei viel schmunzelt. Ich mag Deinen Schreibstil sehr.
    Lieben Gruß
    Marion

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    1. Das freut mich sehr, vor allem, weil ich dich jetzt doch schon mehr als 1x als nicht mehr stille Leserin hier gesehen habe :-)


      Liebe Grüße zurück!

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  6. Ach, ich freu' mich...nicht nur, dass Du wohl Dein innerem "Om" gefunden hast, nein, ich bin jetzt auch Mitglied in der anonymen Schlupflider-Selbsthilfegruppe und ganz offensichtlich nicht mehr allein im Club der weltschlechtesten Beautyblogger :D
    Von farbechten Swatches kann zu schweigen; ich kann ja nicht mal ein AMU gescheit fotografieren. Und dann möchte ich mich auf dem Blog auch nicht zeigen. Das ist wohl schon das Todesurteil für jeden erfolgreichen Blogger. Ich kann's ja auch nachvollziehen; mich interessiert schon auch, wer so hinter dem Blog steckt. Aber my home is my castle und mein Ausgleich zum realen Leben. Ich möchte eben nicht, dass mein "Klientel" auch meinen Blog liest. Layout, SEO, Werbung..bei den Millionen Blogs, muss man natürlich Anstrengungen unternehmen, um gefunden zu werden. Aber habe ich da Zeit und Lust drauf? Nicht unbedingt. Letztlich ist der Blog mein Hobby und eben kein Job. Deshalb sollte man auch nicht gekränkt sein, wenn man keinen Follower-Zuwachs hat. Denn die müssten einen ja erst mal finden ;).

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    1. Bei denn anonymen Schlupfis oder auch #teamrouge/#teamlippenstift ^.^

      Ich find die Person hinter dem Blog auch spannend, aber Makeup und so interesiert mich auch als Thema, deswegen les ich gern Blogs, wo sich das alles mal abwechselt.. ich hab anfangs auch nur mit AMU#s angefangen (als ich wußte, wo das beste Licht ist und wann lief's ganz gut!) und habe überlegt, mich nicht ganz zu zeigen. Aber dann kam raus, daß ich meine 'Anonymität' (ja, wahrscheinlich eine Illusion) ganz gut wahren konnte mit den üblichen Regeln fürs WWW: keine echten Angaben verbreiten, keine Namen, Wohnortangaben, Alter usw. und schon fällt es google schwerer, einen zu verorten :-) Bisher hat noch NIEMAND, den ich nicht darauf hingewiesen hatte, den Blog gefunden, dabei steht/stand er bei manchen Suchanfragen oder in der Bildersuche ganz oben, sprich: ich bin nicht berühmt oder bekannt, obwohl ich meine Visage in die Kamera halte. PUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUHHH! *hehe*

      Und du hast schon recht: wenn man nicht gefunden werden WILL oder nicht mit Klarnamen auftauchen will UND nix für die PR macht, darf man über ausbleibenden Ruhm nicht jammern. Schon richtig. ;-)

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  7. :D

    Ja, die Sache mit der Anonymität. Durch die Impressumspflicht und weil ich beruflich offiziell von Google "findbar" bin, kann man den Zusammenhang herstellen. Deshalb halte ich mich in Sachen Fotos und anderer Merkmale zurück. Wobei, mich hat mal jemand aus dem Internet bei Studivz gefunden, allein über Vornamen und Studiengänge (die bei mir recht speziell sind). Das war schon erschreckend. Inzwischen sind wir gute Freunde, also nicht so schlimm. Aber prinzipiell braucht man nur genügend Zeit zum Stalken^^. Aber stimmt schon, abgesehen davon wie Du aussiehst und Deine Vorlieben, weiß ich nichts über Dich. Clever ;)
    Für die "Kundenbindung" ist es wohl "Markenerkennung" schon wichtig ;) Nicht empirisch, aber wenn ich mir Blogs und Soziale Medien anschaue, dann haben diejenigen, die sich öfter mal zeigen auch das bessere Wachstum.
    Am Ende muss man sich aber wohl immer entscheiden: wie viel bin ich bereit in mein Hobby zu investieren. Mir hat geholfen, das für mich zu formulieren: ich will damit kein Geld verdienen, also sehe ich das alles deutlich entspannter.

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    1. Wenn du schon als Privatperson im Internet auftauchen musst mit Klarnamen et cetera, würde ich natürlich meine ganze Blogsache auch viel bedeckter halten! Da ich mir das aber aussuchen kann, halte ich mich einfach an die altbekannten Regeln wie z.b. dass man im Internet einfach einen Nickname benutzt, nicht weil ich meinen eigenen nicht gut finden würde, sondern weil das im Internet nicht meine private Privatperson ist... sondern ein bisschen wie mein Avatar. Ich würde halt gerne gewisse Informationen nur gewissen Menschen preisgeben und nicht jedem der lesen kann.
      Wenn wir zu zweien zusammen sitzen würden, würde ich locker mit euch über alles quatschen und noch einen Kaffee ausgeben, aber da hier leider die ganze Welt und das Internet mitlesen kann, halte ich generell alle privaten Sachen privat und nur was öffentlich sein darf, öffentlich ;-) Ich fahre damit bisher ganz gut!
      Wenn ich mit irgendeiner Art kreativer Tätigkeit Geld verdienen würde und total dahinter stehen würde, würde ich das auch als Privatperson öffentlich machen... aber solange ich mir aussuchen kann, halte ich es so wie bisher 😀

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    2. P.S. du hast recht mit dem stalken: wenn man sich noch ein bisschen Mühe gibt, dann findet man die meisten... habe es gerade mal probiert ➡ ist ja richtiggehend gruselig *0*

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  8. Kurze Anekdote: Aus irgend einem Grund bin ich letztens bei einem "Diese 5 Instagram Beauties sollten Sie kennen" Artikel gelandet. Was soll ich sagen? Alle gleich. Augenbrauen wie schwarze Klaviertasten und ein Nasen-Highlight, mit dem Du Flugzeuge einweisen könntest.
    Ehrlich. Wenn ich nächste Woche auf einen dieser Account erneut stoße, weiß ich nicht mehr, dass ich dort schon mal war.

    Ich hab nix gegen eine gewisse Professionalität, aber dieses absolut Gleichförmige ist doch nur noch langweilig.

    Nun muss ich mich quasi "schuldig bekennen", was das Investieren in Equipment angeht. Ich hätte sicher nie das 60mm Objektiv nur für hübsche Makro Fotos von Blümchen im Garten gekauft. Und die drei Tageslichtlampen sind auch nicht für Häkelarbeiten da.

    Nur hat es mich halt einfach gewurmt, wenn bei meinem Lippenstiftfotos alles braun ausgeschaut hat, dabei war der Farbton in Natur schön beerig. Deshalb eben die Lampen und auch der Kauf von Lightroom, mit dem ich Farben nachher ausbessern kann. Aber: Das ist mein Weg! Das muss sowas von überhaupt nicht der Weg von jemand anderem sein.

    Ich beschäftige mich gerne mit Fotografie, das habe ich schon immer. Ich hab auch für unsere Abi-Zeitung damals fast alle Fotos gemacht. Dafür kann ich nicht so schön singen wie Du. So hat halt jeder eine andere kreative Ader und das ist ja auch gut so.

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    1. Ach weißt du, nach dem Kompliment für meinen Gesang hättest du jetzt nur noch Kuhfladen-Emojis bringen können, und ich hätte trotzdem Herzchen in den Augen- und damit beweist sich deine Theorie: jeder hat eine andere Leidenschaft!
      Ich sag dir, wenn ich mich in ein fertig eingerichtetes Studio setzen könnte vor die tollste Technik, ich würde es machen! Aber ich würde auch dann nicht nach den Videos sagen "bitte abonniert meinen....." XD
      Im Moment gibt das Budget nicht mehr als die günstigste Softbox her und das Photoshop-Abo.. allerdings: kennst du dich mit Farbkorrektur gut aus? Ich krieg Retusche hin, aber Farbkorrektur ist ein rotes Tuch für mich. Das kam in meinem Kurs nicht so groß vor *.*

      Übrigens hast du das 'Instagram-Baddie' gut beschrieben mit "...Augenbrauen wie schwarze Klaviertasten und ein Nasen-Highlight, mit dem Du Flugzeuge einweisen könntest." *hehe* Mich stört an dem Ganzen auch weniger die Ästhetik, als die von die erwähnte Gleichförmigkeit. Ich war noch nie gern gleich, einfach weil mich das langweilt. Und es gibt wahrscheinlich wenig, was ich auf lange Sicht bei einer Sache schlechter ertrage als Langeweile ;-)

      LG!

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  9. Ich nutze ja Lightroom und nicht Photoshop, aber vielleicht ist das ähnlich. Also manchmal probiere ich zunächst, mal das Gesamtbild je nach Gegebenheit etwas gelber oder auch grüner zu machen. Ob man auf der richtigen Spur ist, sieht man, wenn man mal testweise die Sättigung voll hochdreht. Ist dann alles nur noch gelb, dann war es zu viel. Die Hautfarbe ist da auch eine gute Orientierung.

    Bei Lippenstift nehme ich oft das Werkzeug, mit dem man einzelne Bereiche markiert, in dem Fall eben die Lippen. Bei Lightroom ist das so ein Kreis, den man kleiner und größer machen kann. Dann nutze ich dort erneut die Regler für gelb/blau/grün/rot und manchmal auch den Sättigungs-Regler. Ich habe das Glück, dass mein Bildschirm ziemlich farbecht ist. Meistens halte ich dann die Hand mit dem Swatch neben das Foto und sehe so, ob ich halbwegs nah am Original bin.

    Das ist schon etwas Tüfltelei, aber das zufriedene Gefühl, wenn es denn geklappt hat, ist schon lohnenswert. :)

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ACHTUNG: Blogger schluckt gern mal Kommentare, deswegen möchte ich euch bitten, nach dem Schreiben einmal alles zu markieren + (in euren Zwischenspeicher) zu kopieren, bevor ihr auf Absenden klickt: nur zur Sicherheit, damit euer mühevoll getippter Kommentar nicht am Ende weg ist 💗 😊 zur Kommentarpolitik :)

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